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Indonesien hat im September 2023 das Golden-Visa-Programm eingeführt. Es gewährt ausländischen Investoren ein temporäres Aufenthaltsvisum als Gegenleistung für qualifizierte Investitionen. Das Programm richtet sich an Kapitalgeber, die bereit sind, substantielle Beträge in die indonesische Wirtschaft zu investieren.
Die Qualifikation erfolgt über drei Investitionskategorien: Staatsanleihen, Bankeinlagen oder Aktien börsennotierter Unternehmen. Alternativ sind auch direkte Geschäftsinvestitionen möglich. Die Investitionshöhe bestimmt die Gültigkeitsdauer des Visums. Höhere Investitionen führen zu längeren Aufenthaltsberechtigungen.
Für passive Kapitalinvestitionen liegt die Mindestschwelle bei $350.000 für ein Fünfjahresvisum. Wer eine Gültigkeit von zehn Jahren anstrebt, muss $700.000 investieren. Geschäftsinvestitionen erfordern deutlich höhere Beträge: $2,5 Millionen für fünf Jahre oder $5 Millionen für zehn Jahre.
Das Programm führt weder zu einer Daueraufenthaltsgenehmigung noch zu einer Staatsbürgerschaft. Es ist ausschließlich als befristetes Aufenthaltsrecht konzipiert. Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer endet die Aufenthaltsberechtigung automatisch.
Die Bearbeitungszeit für Anträge ist kurz. Investoren erhalten zügig Klarheit über den Status ihrer Anträge. Das Programm ist strukturell als reine Investitions-gegen-Aufenthalt-Konstruktion angelegt, ohne Migrationspfad zu dauerhaften Rechten.
Das Programm bietet zwei parallele Qualifikationsrouten: passive Kapitalinvestitionen oder direkte Geschäftsinvestitionen. Jede Route hat eigene Schwellenwerte und führt zu unterschiedlichen Visumlaufzeiten.
Route 1: Passive Kapitalinvestitionen
Die Mittel müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung nachweisbar investiert sein. Staatsanleihen müssen von der indonesischen Regierung emittiert worden sein. Bankeinlagen sind nur bei lizenzierten indonesischen Banken zulässig. Aktien müssen von an der indonesischen Börse gelisteten Unternehmen stammen.
Route 2: Direkte Geschäftsinvestitionen
Die Geschäftsinvestition muss in eine rechtlich registrierte indonesische Gesellschaft fließen. Der Antragsteller muss nachweisen, dass das Kapital tatsächlich in operative Geschäftstätigkeit eingebracht wurde. Reine Holdingstrukturen ohne wirtschaftliche Substanz werden nicht akzeptiert.
Die Investitionsmittel müssen aus legalen Quellen stammen. Antragsteller müssen die Mittelherkunft durch Bankdokumente, Geschäftsbilanzen oder andere offizielle Nachweise belegen. Die indonesischen Behörden prüfen alle Unterlagen auf Vollständigkeit und Authentizität.
Das Visum wird ausschließlich für die gewählte Gültigkeitsdauer ausgestellt. Eine Verlängerung über die ursprüngliche Laufzeit hinaus ist strukturell nicht vorgesehen. Wer nach Ablauf weiter bleiben möchte, muss einen neuen Antrag mit erneuter Investition stellen.
Das indonesische Golden Visa bietet niedrige Lebenshaltungskosten. Investoren profitieren von einem deutlich günstigeren Preisniveau als in westlichen Ländern. Alltägliche Ausgaben für Wohnen, Lebensmittel und Dienstleistungen liegen unter europäischen Standards. Das milde Klima ermöglicht ganzjährig warme Temperaturen. Indonesien kennt keine kalten Wintermonate. Die tropischen Bedingungen sind für Personen attraktiv, die dauerhaft in warmem Wetter leben möchten.
Englisch ist weit verbreitet. Geschäftskommunikation und Alltagsverkehr funktionieren in urbanen Zentren problemlos auf Englisch. Jakarta, Bali und andere wirtschaftliche Knotenpunkte verfügen über englischsprachige Infrastruktur. Die Sprachbarriere ist geringer als in vielen anderen asiatischen Jurisdiktionen. Investoren können ohne Indonesischkenntnisse operieren.
Die Bearbeitungszeit für Visumanträge ist kurz. Antragsteller erhalten zügig Klarheit über ihre Aufenthaltsberechtigung. Die administrativen Prozesse laufen schneller ab als bei vergleichbaren Programmen in Europa oder Nordamerika. Das verkürzt die Planungsunsicherheit erheblich.
Indonesien erhebt keine Vermögenssteuer. Das Land besteuert nicht nach dem Residenzprinzip mit weltweitem Einkommen. Ausländische Einkünfte bleiben steuerfrei, solange sie nicht nach Indonesien transferiert werden. Die steuerliche Belastung beschränkt sich auf im Land erzielte Einkommen. Für international aufgestellte Unternehmer mit dezentralisierten Einkommensströmen ist das System vorteilhaft.
Das indonesische Investorenvisum führt nicht zur Staatsbürgerschaft. Es ist ausschließlich als temporäres Aufenthaltsrecht konzipiert. Eine Konversion zu Permanent Residency existiert nicht.
Nach Ablauf der Visumlaufzeit endet die Aufenthaltsberechtigung automatisch. Wer weiter in Indonesien bleiben möchte, muss einen neuen Antrag mit erneuter Investition stellen. Es gibt keinen strukturellen Migrationspfad zu dauerhaften Rechten.
Indonesien kennt keinen Einbürgerungsweg über Investition. Das Golden-Visa-Programm ist keine Vorstufe zur Staatsbürgerschaft. Wer indonesische Staatsangehörigkeit anstrebt, muss andere Kanäle nutzen, Heirat mit indonesischem Staatsbürger, langfristige Arbeitsresidenz oder außergewöhnliche Verdienste.
Die Wohnsitzflagge Indonesien bleibt temporär. Sie eignet sich für Unternehmer, die Steuerresidenz ohne Einbürgerungsabsicht suchen. Kombiniert mit einem zweiten Pass aus einem CBI-Programm entsteht eine funktionale Drei-Basen-Strategie.
Zuständige Behörde ist die Directorate General of Immigration des indonesischen Ministry of Law and Human Rights. Anträge werden dort eingereicht.
Die rechtliche Grundlage bildet die Government Regulation No. 48 of 2021 (GR 48/2021).
Das indonesische Investorenvisum verlangt eine einmalige Kapitalverpflichtung in Form einer direkten Investition oder eines Vermögensanteils.
Für ein Fünf-Jahres-Visum benötigst du $350.000. Diese Summe kannst du in einen der folgenden Kanäle einzahlen: Staatsanleihen, Bankeinlage oder Anteile an börsengehandelten Unternehmen.
Für ein Zehn-Jahres-Visum ist eine Investition von $700.000 erforderlich. Auch hier gelten Staatsanleihen, Bankeinlage oder börsengehandelte Unternehmensanteile als zugelassene Anlagevehikel.
Alternativ kannst du statt der direkten Vermögensanlage ein Unternehmen in Indonesien gründen. Die Mindestinvestition für eine fünfjährige Unternehmensgründung beträgt $2,5 Millionen. Für eine zehnjährige Unternehmensgründung musst du $5 Millionen investieren.
Die meisten Menschen leben dort, wo sie geboren wurden. Nicht dort, wo es strategisch sinnvoll ist. Sie wählen ein Land. Souveräne Menschen bauen ein Setup.
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