Wir leben in einer globalisierten Welt. 

Wohl kaum etwas veranschaulicht das so gut, wie der Anstieg des Warenexports: Wurden 1960 rund zwei Prozent der produzierten Waren ins Ausland exportiert, waren es 2018 weltweit im Schnitt rund 20 Prozent. 

Die Welt wird immer vernetzter, das spiegelt sich im Handel wieder, bei der Annäherung der Kulturen, der Reiselust und der Öffnung vieler Grenzen. 

Immer mehr Menschen sind ortsunabhängig tätig und können so die Vorteile verschiedener Länder für sich nutzen. 

Heutzutage gibt es auch die Möglichkeit, ein Bankkonto im Ausland zu eröffnen. Ein Auslandskonto wurde in der Vergangenheit oftmals mit Steuerhinterziehung in Verbindung gebracht und genießt daher einen fragwürdigen Ruf. 

Das muss jedoch nicht sein! Ein Konto im Ausland eröffnen ist völlig legal, solange die Erträge ordnungsgemäß am Ort des Steuerwohnsitzes versteuert werden. 

Unternehmer, Investoren, Freelancer oder finanziell unabhängige Menschen können so die Vorteile eines ausländischen Bankkontos völlig legal für sich nutzen. Hier erfährst du, welche 7 Gründe für ein Auslandskonto sprechen:

Webinar

Konten im Ausland

Die 5 besten Standorte in 2020

Video: Was ist ein Offshore Konto & ist es legal eines zu besitzen?

1. Einfachheit der Eröffnung & Führung

Deutschland, die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt, hat viele Stärken, ist jedoch auch für viel Bürokratie bekannt. 

Formulare, Nachweise, Wartezeiten, Prüfungen der Unterlagen – all das kann auf Kunden zukommen, die in Deutschland ein Konto eröffnen. 

In so manchem Land ist dieser Prozess deutlich einfacher. Identitätsnachweise wie Personalausweise oder Reisepässe werden natürlich auch im Ausland gefordert, doch oftmals ist ein Konto im Ausland eröffnen deutlich unbürokratischer. 

Wichtige Faktoren, die du bei der Wahl deines Auslandskontos beachten solltest:

2. Schlag der Schufa ein Schnippchen: Keine Schufa-Abfrage im Ausland

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, kann aktuell auf die Daten von mehr als 67,7 Millionen Personen und 6 Millionen Unternehmen zurückgreifen. 

Sie sammelt dabei Informationen von Unternehmen, Banken, Telekommunikationsgesellschaften, Leasinggesellschaften, Energieversorgern und vielen mehr. 

Mit diesen Informationen will die Auskunftei Banken, Unternehmer und Kreditgeber vor einem Kreditausfall bewahren. Entsprechend bewertet sie das Ausfallrisiko, das mit einer Kreditvergabe an einen Kunden einhergeht. 

Bei der Eröffnung eines Girokontos wird die Schufa ebenfalls abgefragt, da dem Kunden beim Girokonto oftmals ein sogenannter Dispokredit gewährt wird. 

Die Wirtschaftsauskunftei bewertet das Ausfallrisiko des Kunden mit einem Score zwischen 0 und 100. Je höher der Wert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde den gewährten Kredit vertragsgemäß zurückzahlt. 

Wer öfter seine Rechnungen nicht bezahlt hat, sein Konto über den gewährten Rahmen überzieht, Kreditraten nicht immer bedient oder ähnliches, erhält einen schlechteren Schufa-Score und kann in manchen Fällen kein Girokonto eröffnen. 

Andererseits geht die Eröffnung eines Girokontos auch in den Schufa-Score mit ein. Wer das vermeiden will, dem empfiehlt sich ein ausländisches Konto, denn die Banken dort können nicht auf die Schufa-Informationen zugreifen (außer sie zahlen dafür). 

Einzige Ausnahme ist derzeit Österreich, deren Schufa-äquivalent - die KSV - eng mit der deutschen Wirtschaftsauskunftei zusammenarbeitet. Wer sich für ein Offshore Konto entscheidet, entgeht der Schufa-Abfrage.

3. Du schützt Deine Daten

Wenn du generell vermeiden möchtest, dass allzu viele Informationen über dich von Schufa und Co. gesammelt werden, kannst du auch aus Datenschutzgründen ein Auslandskonto eröffnen. 

Der deutsche Staat hat mit dieser Taktik weniger Finanz-Informationen über dich. Allerdings solltest du beachten, dass du ein Land mit guter Solvenz wählst und ein günstiges Konto mit guten Konditionen. 

Die Kontowahl ist aber an vielen Bedingungen geknüpft. Nicht immer spielen die Kontoführungsgebühren die wichtigste Rolle. Bitte schaue Dir mein ausführliches Webinar zum Thema an, um mehr über diese Kriterien zu erfahren. 

Diskretion und Datenschutz sind also Argumente, die dafür sprechen, ein Konto im Ausland oder gar ein Offshore Konto zu eröffnen. Als Offshore Konten werden dabei Konten bei Geldinstituten bezeichnet, die sich an Offshore-Finanzplätzen befinden. 

Dazu zählen etwa Belize, die Britische Jungferninseln, Antigua und viele mehr. Diese Länder zeichnen sich durch eine hohe Geheimhaltung der Daten und niedrige Steuern aus.

Länder wie Liechtenstein und Schweiz hatten einen Ruf als Offshore Standorte, heute haben sie aber durch verschiedene Maßnahmen ihre Weste weiß gewaschen und sind eher als Onshore Jurisdiktion zu bezeichnen. 

Nicht vergessen solltest Du allerdings den automatischen Austausch von Daten (CRS). Die meisten Länder nehmen heute an diesem Austauschabkommen teil und teilen einmal im Jahr Deinem zuständigen Finanzamt wichtige Daten zu Deinem Konto im Ausland mit. 

Wer also eine weitere Schippe Diskretion erhalten möchte, der wählt Länder welche noch nicht über CRS austauschen. Hier sind z.B. Georgien zu nennen, oder Philippinen, Kambodscha, Paraguay, USA, etc.

4. Du diversifizierst das Risiko

Zusätzlich diversifiziert man mit einem Konto im Ausland sein Portfolio und ist somit besser auf etwaige Krisen oder Veränderungen im Markt vorbereitet. 

Diese Änderungen können jederzeit eintreten, dabei reicht ein Blick in die Vergangenheit, etwa auf die Finanzkrise 2008: Banken können Pleite gehen und Länder können ihre Gesetzgebung ändern oder 2020 durch die Corona-Krise.

Um flexibel reagieren zu können und das Risiko zu streuen, eignen sich daher Konten im Ausland.

5. Guthabenzinsen

In Zeiten von Niedrigzinsen erheben immer mehr Banken Kontoführungsgebühren. 

Sogar Strafzinsen auf Einlagen sind keine Seltenheit mehr. Entsprechend sollten Kunden nicht nur die Konditionen inländischer Konten vergleichen, sondern auch ausländische Konten in ihre Überlegungen miteinbeziehen. 

Bietet eine Bank kostenlose Kontoführung oder andere gute Konditionen, kann sich ein Wechsel durchaus lohnen. 

Solltest du ein Konto finden, auf dem du für deine Geldeinlage noch Guthabezinsen erhältst, musst du immer bedenken, diese Erträge in Deutschland ordnungsgemäß zu versteuern.

6. Du schützt dich vor Kontopfändungen

Wer mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat und eine Kontopfändung befürchtet, kann dieser in manchen Fällen durch ein Konto im Ausland entgehen. 

Vorausgesetzt, das gewählte Land der Kontoeröffnung verfügt nicht über ein Abkommen mit Deutschland, welches über die Grenzen hinweg gilt und eine Pfändung doch noch möglich macht. 

Beachten solltest du dabei die Europäische Kontenpfändungsverordnung, in der die Gesetzeslage geregelt ist. Nach aktuellem Stand sind innerhalb Europas vor allem Länder wie Großbritannien oder Dänemark geeignet, einer Pfändung zu entgehen. 

International gibt es zahlreiche andere Optionen. Gerade Offshore Konten können hier die richtige Wahl sein. 

Wenn du mehr zu den Top 5 Standorten für Auslandskonten erfahren willst, melde dich jetzt kostenfrei zu meinem Webinar an! 

7. Einlagenschutz vs. Enteignungsschutz

Bei allen Vorteilen eines ausländischen Kontos, solltest du auch mögliche Nachteile bedenken. 

Wichtig ist dabei etwa, den Einlagenschutz des jeweiligen Landes zu prüfen.“Die Spareinlagen sind sicher“ bekräftigte Kanzlerin Merkel während der Finanzkrise 2008 und beruhigte damit die Finanzmärkte ebenso wie die Kleinanleger. 

Sie vermied damit einen sogenannten Bank-Run. Gesetzlich sind in Deutschland Spareinlagen bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank geschützt. Dies gilt auch für das EU-Ausland. 

In Großbritannien sind bis zu 85.000 Britische Pfund pro Person sicher. 

Doch wie sieht es international aus? 

In Island beispielsweise sind es – je nach Wechselkurs - etwa 20.887 Euro, in Russland umgerechnet rund 18.500 Euro. 

Auf der anderen Seite sollten Investoren, Firmeninhaber oder generell Menschen mit größerem Vermögen auch die andere Seite bedenken: Einlagen über 100.000 Euro können in Krisenzeiten vom Staat beschlagnahmt werden. 

Wer sein Vermögen davor schützen möchte, kann sein Geld entweder auf verschiedene Konten zu je maximal 100.000 Euro pro Person und Bank verteilen oder sich ein Konto im Ausland suchen, das die entsprechenden Konditionen und Schutz vor Beschlagnahmung bietet. 

Weiterhin ist es sehr kritisch zu betrachten, ob eine Einlagensicherung überhaupt in einem Ernstfall greifen wird und kann. Somit ist die Analyse der Bank und auch der Jurisdiktion viel wichtiger als eine reine Einlagensicherung! 

Wenn du nun Interesse an der Eröffnung eines Kontos im Ausland hast, kannst du dich jetzt kostenfrei zu unserem Webinar anmelden und beste Tipps zum Auslandskonto eröffnen erhalten! 

Dort zeige ich Dir auch wichtige Indikatoren und Kennzahlen auf, was eine starke/solvente Bank und/oder Standort auszeichnet

Zusätzlich erfährst du, welche Standorte aktuell zu den Top 5 für Auslandskonten zählen. 

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Sergio von GoodbyeMatrix
Sergio von GoodbyeMatrix

Sergio von Facchin ist Autor, Dauerreisender und liebt das freie Leben.

Hier im Blog zeige ich Dir wo Du auf der Welt am besten behandelt wirst, legale Wege der Steueroptimierung, wie Du schnell ein Vermögen aufbaust und ein Leben in totaler Freiheit leben kannst.

Dafür reise ich jährlich in die verschiedensten Länder und berichte über die jeweiligen Gegebenheiten, damit Du diese direkt in Dein Leben integrieren kannst.

Gerne helfe ich Dir auch direkt bei Deiner Situation weiter. Mehr Informationen zu meiner Beratung ->

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