Edler Wein als Alternative für außer Kontrolle geratene Märkte?

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Wer sich aktuell die Märkte anschaut, sieht sich mit einem außer Kontrolle geratenen Markt konfrontiert. Jetzt rächt sich das jahrelange Gelddrucken der Notenbanken. Die Inflation steigt in schwindelerregende Dimensionen und entwertet nicht nur Guthaben auf dem Sparkonto.

Auch Aktien und andere Wertpapiere verlieren ihren Wert. Eine schwere Rezession wird immer wahrscheinlicher. Wichtiger denn je wird es, Vermögen vor Wertverlusten und dem Zugriff wirtschaftlich zusammenbrechender Staaten zu schützen. 

Sichere Häfen sind rar

Die Ursachen für die Krise sind vielfältig. Während der COVID-Pandemie sorgen weltweite Lockdowns für erhebliche Störungen der Lieferketten, die bis heute anhalten. Diese Situation wird durch die Null-Covid-Strategie Chinas aktuell weiter verschärft. 

In anderen Regionen sorgte das Wiederanfahren der Produktion für eine Rohstoffknappheit, die über die Energie hinausgeht. Das Embargo gegen Russland hat diese Krise weiter verschärft. Hinzu kommt eine lange nicht gekannte Lebensmittelkrise mit steigenden Preisen, welche die Konsumbereitschaft der Menschen deutlich verringert. 

In Krisen neigen Anleger, ihr Vermögen in vermeintlichen „sichere Häfen“ anzulegen. Viele dieser Wertspeicher performen allerdings in der aktuellen Krise nicht wie erwartet. 

Dass die Aktienindizes im Sinkflug sind, verwundert angesichts einer drohenden Konsumflaute eher nicht. Die zu erwartende Rezession wird eine Erholung des Marktes kaum ermöglichen. Wo genau die Talsohle liegt und wann sie erreicht ist, kann aktuell kein Marktstratege mit Sicherheit voraussagen. 

Die Zinsen auf Staatsanleihen sind zwar in den letzten Monaten gestiegen, aber sie können die hohe Inflation nicht ausgleichen. Auch bei dieser Anlageform nimmt das Vermögen kontinuierlich ab. 

Kryptowährungen gelten häufig als möglicher neuer sicherer Hafen. Bisher haben sie diese Eigenschaft jedoch noch nicht gezeigt. Besonders gewisse Stable Coins (Stichwort UST) konnten die Erwartungen nicht erfüllen. So sorgte der Einbruch von TerraUSD für Sorgen am Kryptomarkt, der die Assets deutlich ins Minus drückte. 

Bitcoins haben sich binnen weniger Monate um zwei Drittel verbilligt. Diese hohe Volatilität ist Ausdruck des noch fehlenden Vertrauens in die digitalen Währungen.

Bargeld (Cash) ist aktuell trotz der hohen Inflation die beste Rückzugsmöglichkeit wenn man die Märkte erstmal von der Seitenlinie beobachten möchte. 

Gold hat schon bessere Zeiten erlebt

Als der sichere Hafen schlechthin gilt in Krisenzeiten Gold. Aufgrund seiner knappen Verfügbarkeit gilt es seit Jahrhunderten als zuverlässiger Wert für die Vermögenssicherung in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.

Diese Eigenschaft zeigt sich auch seit Beginn des Krieges in der Ukraine. Allerdings kam der Kurs schnell wieder zurück. Auch vor dem Krieg konnte Gold keinen Inflationsausgleich erreichen. 

Der Wert des gelben Metalls fiel 2021 um rund 3,6 %, während die Inflation in den USA um offiziell über 8 % stieg. In diesem Jahr steht per 14. Juni 2022 ein Minus von 0,64 %.

Wir alle wissen, dass die Inflationszahlen natürlich geschönt sind und nicht mit den realen Inflationsraten zu tun haben. Ein Blick auf Shadowstats zeigt ein realistischeres Bild der Inflationsraten.   

Das gelbe Metall hat mehrere Feinde: einen starken US-Dollar und Preismanipulationen.

Als Kompensator für die Inflation ist es deshalb aktuell scheinbar nicht nutzbar. Auf einen langen Anlagehorizont als Vermögensspeicher sieht dies aber wieder anders aus. Schau Dir gerne auch meinen Vortrag über Edelmetalle an:

Edler Wein schützt vor Vermögensverlusten

August 2021 habe ich mein eigenes Portfolio weiter diversifiziert und in Wein investiert. Wein habe ich aus verschiedenen Gründen ausgewählt, nicht nur weil ich selber gelernter Winzer bin. Er bietet eine geringe Korrelation mit den traditionellen Märkten, stetige Erträge und eine anleiheähnliche Volatilität.

Ein Blick auf die Entwicklung dieser Anlage freute mich. Trotz hoher Gebühren für Lagerung und Verwaltung steht mein Portfolio mit über 18% im Plus. 

Vergleicht man die wichtigsten Indizes, fällt auf, dass kein Asset in den vergangenen Monaten besser performt hat. Der Weinindex Liv-ex 1000 bildet die Wertentwicklung von 1.000 Spitzenweinen ab. Er hat in diesem Jahr bereits eine Rendite von 8,6 % erzielt und entwickelte sich damit besser als jede andere Anlageklasse. 

*Liv-ex 1000 Performance bis 30. April 22, da die Renditen monatlich berechnet werden; andere Indizes bis 23. Mai 22. Quelle: Investing.com, Liv-ex. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Erträge.

Auch im vergangenen Jahr zeigte der Weinindex die Überlegenheit einer Investition in edle Tropfen. Um gut 19 % stiegt der Liv-ex 1000, inflationsbereinigt waren es immer noch 12,23 %.

Schaut man sich die langfristige Inflationsentwicklung in den G-20-Staaten an, hat ein Investment in Wein diese Geldentwertung mehr als wettgemacht. Auch langfristig kann sich das Luxusgut mit Gold messen. 

Für Marktbeobachter ist diese Wertstabilität keine Überraschung. Auch bei früheren Krisen zeigte sich Edelwein im Vergleich zu anderen Anlageklassen weniger volatil. Durchaus vorhandene Wertverluste gestalteten sich etwa zu Beginn der COVID-Pandemie deutlich moderater und erholten sich schneller. 

Quelle: Liv-ex, investing.com. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Erträge.

Der Erfolg von Edelweinen wird vom Vertrauen des Marktes getragen, der die Tropfen immer mehr als zuverlässigen Wertspeicher versteht. Hinzu kommen Besonderheiten, die mit dem Produkt in Zusammenhang stehen. 

Trends für die Wertentwicklung von Edelweinen

Klimatisch bedingte schlechte Ernten haben 2021 und 2022 die Produktion verknappt, was sich auf die Wertentwicklung der Weine aus den wichtigsten Regionen auswirkt. Die führenden Weingüter aus Bordeaux, dem Burgund, der Champagne, aber auch aus Kalifornien können die Nachfrage nicht decken. Dies verspricht auch für die Zukunft eine solide Wertentwicklung.

Der Liv-ex 1000 ist zwischen Januar 2021 und April 2022 um sagenhafte 29,3 % gestiegen. Eine Entwicklung, die in einer Rezession nicht aufrechtzuerhalten ist. Gegen die in einer unsicheren wirtschaftlichen Lage nachlassende Nachfrage ist auch der Wein nicht immun. 

Andererseits werden die Unsicherheiten für andere Assets nicht geringer. So werden viele Anleger an einer sicheren Alternative suchen. Weine werden immer einen Abnehmer finden. Sie haben schon in der Vergangenheit hohe Renditen erzielt. Selbst wenn die Nachfrage sinken sollte, ist mit einem rapiden Wertverlust eher weniger zu rechnen. 

Diese Markttendenzen stützen den Wert von Edelweinen

Einen starken Wertverfall von edlen Weinen halten wir für unwahrscheinlich. Die Gründe liegen in für jeden nachvollziehbaren Fakten. 

Die Inflation wird auch die Preise für Wein steigen lassen. Für Verbraucher, die einfach nur einen guten Tropfen trinken wollen, ist dies eine schlechte Nachricht. Für Anleger bedeutet dies jedoch, dass der Wert der Weine steigt. Daraus ergeben sich steigende Renditen im Portfolio. 

Weine lassen sich bei einem Marktschock nicht so schnell verkaufen wie Werte aus dem klassischen Finanzmarkt. Starke Abverkäufe wie bei Aktien, Gold oder Kryptowährungen sind aufgrund der geringeren Liquidität unwahrscheinlich. Dies sorgt dafür, dass ein Luxusgut wie Edelwein gerade in Krisen ein hochverlässlicher Wertspeicher ist. 

Die meisten Weine kommen aus Europa und werden in Euro oder Pfund gehandelt. Beide Währungen verlieren aktuell gegen den US-Dollar massiv an Wert. Dieser Vorteil ermöglicht Menschen aus dem Dollarraum Luxusweine vergleichsweise günstig zu erwerben. Die Nachfrage steigt, was wiederum positive Auswirkungen für die Weine hat.

Wein ist ein echter Vermögenswert, der nicht gehebelt wird. Dadurch müssen Anleger bei einer ungünstigen Wertentwicklung nicht panisch ihren Wein verkaufen. Dies verhindert letztendlich einen Preisschock. 

Weine aus Bordeaux und Italien haben in ihrer Wertentwicklung 2021 eher underperformt. Nachholeffekte könnten hier ein weiterer positiver Faktor für zukünftige Rendite werden. 

Insgesamt hat Wein also ein hohes Potenzial, Dein Vermögen in der Krise zu schützen. Wenn Du Interesse hast selber in Wein zu investieren, dann kann ich Dir meine 3-teilige Artikelserie zum Thema empfehlen: 

Teil I >>
Teil II >> 
Teil III >> 

Du kannst auch direkten Kontakt zu meinen Partnern aufnehmen, bei welchen ich selber mein Weinportfolio halte: 


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Sergio von Facchin

2016 bin ich aus Deutschland ausgewandert und seitdem lebe ich einen internationalen Lebensstil als Perpetual Traveler und nach den Grundsätzen der Flaggentheorie. Für Dich als Leser besuche & untersuche ich die besten Länder der Welt zum LebenGeschäfte machenzur Vermögenssicherung & für Investments.


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