Auswandern Philippinen: Dauerhaft Auf Den Philippinen Leben

Hier auf GoodbyeMatrix haben wir schon öfters über den dauerhaften Aufenthalt in Südostasien gesprochen. Die Philippinen nehmen hier einen besonderen Status aus steuerlicher Sicht ein. Dazu mehr im Verlaufe des Textes.

Zuerst möchte ich Dich noch kurz auf die anderen Möglichkeiten, über die ich bereits geschrieben habe, hinweisen.

In Kambodscha bekommt jeder ganz einfach ein 6- oder 12-monatiges Geschäftsvisum. Durch die einfache Verlängerung des Visums könnte dieses Land also eine neue Homebase für Dich werden.

Am Geld scheitert es in Kambodscha auf jeden Fall nicht. Für 280 USD bekommst Du dort Dein 12-monatiges Geschäftsvisum! Mehr in meinem Artikel & Video >>

Auch über Thailand haben wir bereits einen sehr ausführlichen Artikel geschrieben. In diesem Land ist es leider nicht so einfach mit dem Daueraufenthalt, aber auch dort finden sich Möglichkeiten wie das Thailand Elite-Visum. Mehr erfährst Du in meinem Artikel >>

Ein weiteres interessantes Land ist Malaysia, welches aber wesentlich schwieriger für einen Daueraufenthalt ist. Mehr Informationen in meinem Blogartikel >>

Wie Du siehst, gibt es auch neben den Philippinen Möglichkeiten, für längere Zeit in Südostasien zu verweilen und sich dort eine Basis aufzubauen.

Ein großes Problem für viele Perpetual Traveler (Dauerreisende) ist die Generierung von brauchbaren Verbrauchsrechnungen, um weiterhin neue Accounts bei Banken, Exchanges, etc. eröffnen zu können, ohne dabei zu hohe Kosten zu verursachen.

Auch hierfür sind die Philippinen sehr interessant und ich habe eine mögliche Lösung in unserer GCE Ausgabe über die Philippinen beschrieben.

In diesem Artikel möchte ich Dir jetzt vorstellen, warum die Philippinen möglicherweise bestens dafür geeignet sind und wie Du Dich hier legal dauerhaft aufhalten kannst.

Wir selber haben bereits für über ein Jahr auf den Philippinen gelebt und werden hier immer weiter unsere Basis ausbauen und die genialen Gegebenheiten dieses Standorts nutzen.

Möglichkeiten, sich dauerhaft auf den Philippinen aufzuhalten

Viele Länder in Südostasien machen es uns extrem schwer, dort dauerhaft zu verweilen. Wer länger in einem Land bleiben möchte wird schnell mit extrem hohen Vermögensnachweisen zu kämpfen haben. So möchte Malaysia von unter 50-jährigen gerne über 100.000 Euro nachgewiesen bekommen, bevor man das MM2H-Visum erhält.

Neben Kambodscha sind die Philippinen hier wesentlich unkomplizierter. Mit knapp 500 Euro Visagebühren jährlich kann man hier nämlich legal dauerhaft verweilen. Schauen wir uns die einzelnen Bedingungen genauer an:

Dauervisum für die Philippinen

Eigentlich kann jeder eine permanente Aufenhaltsgenehmigung im Inselstaat erhalten. Hier wird zwischen 2 Arten unterschieden, nämlich zwischen Verheirateten und Rentnern.

Bei den Verheirateten ist es wichtig, eine Filipina oder einen Filipino zu heiraten (Dauervisum nach §13A). Es reicht also nicht aus, mit seinem Lebenspartner aus einem anderen Land verheiratet zu sein.

Eine Filipina zu heiraten mag zum Teil eine gar nicht so schlechte Möglichkeit sein, da einige recht hübsch sind. Ein großes Problem stellt jedoch die Armut in diesem Land dar. Viele sehen in Europäern die reiche Erlösung, sodass in den seltesten Fällen aus Liebe geheiratet wird.

Wem dies aber alles egal ist, der kann die Flagge “Heirat” auch durchaus auf den Philippinen setzen. Dadurch wird es einem sofort ermöglicht, permanent auf den Philippinen zu verweilen.

Folgende Unterlagen werden von Dir benötigt: 

  • Ausgefüllter Antrag, den Du bei der Immigration bekommst
  • 6 Passfotos
  • etwa 20.000 PHP für die Antragsgebühren
  • Bittschreiben des philippinischen Ehepartners
  • Heiratszertifikat auf Englisch
  • Geburtsurkunde des philippinischen Ehepartners
  • Polizeiliches Führungszeugnis, beglaubigt von der Philippinische Botschaft im Heimatland
  • Gesundheitszeugnis
  • Immigration Clearance Certifikate
  • Nachweis über ausreichende Geldmittel

Daueraufenthalt als Rentner

Bitte lies Dir auch unseren extra Artikel speziell für Rentner durch: Auswandern Als Rentner Auf Die Philippinen – Steuerfrei Im Paradies >>

Als Rentner können wir uns das SRRV (Special Retiree Resident Visa)-Programm zunutze machen. Dabei gilt jeder als Rentner, der über genug finanzielle Mittel verfügt und alt genug ist.

Wir brauchen also niemanden mehr heiraten und gehen einfach als Rentner ins Inselparadies. Dabei wird zwischen Rentnern mit und ohne Einkommen unterschieden.

Hat man keine Rente bzw. kein Einkommen, so muss man einen gewissen Betrag auf einem philippinischen Festgeldkonto deponieren. Wer über 50 Jahre alt ist muss 20.000 USD auf sein philippinisches Konto einzahlen. Somit sind die Philippinen für den jungen Perpetual Traveler auf dem ersten Blick nicht zu gebrauchen. Dazu aber im nächsten Punkt mehr.

Hat man selber eine Rente von monatlich 800 USD (als Einzelperson) müssen nur noch 10.000 USD auf einem Festgeldkoto hinterlegt werden. Als Ehepaar muss man 1.000 USD im Monat nachweisen.

Der gewiefte staatenlose Perpetual Traveler versucht, sich aus seiner Offshore-Gesellschaft ohne Buchhaltungspflicht monatlich eine Betriebsrente in der jeweiligen Höhe auszahlen. Diese Rente ist dann auch noch legal steuerfrei auf den Philippinen, da das Land Auslandseinkommen nicht besteuert.

Alternativ kann man die angegebenen Geldbeträge aber auch in ein Condominium, eine langfristige Miete für ein Condominium, ein Stück Land mit Haus oder eine Townhouse oder in den Kauf von Anteilen an einem Golf- oder Countryclub investieren. 

Daueraufenthalt als Tourist

Viele unserer Leser sind jung oder wollen sich nicht zu sehr an ein Land binden. Was machen also alle Perpetual Traveler, die noch keine 50 Jahre alt sind oder nicht über genug Geldmittel verfügen und somit nicht als Rentner zählen?

Die Antwort ist verblüffend einfach: Wir bleiben einfach als Dauertouristen.

Jeder Deutsche, Österreicher oder Schweizer erhält bei der Einreise ein kostenloses 30 tägiges Touristenvisum. Dabei ist es wichtig, dass der Reisepass noch wenigstens 6 Monate gültig ist. Hier findest Du die komplette Visa Policy.

Das Tolle an diesem Touristenvisum ist, dass wir es immer wieder verlängern können, ohne dabei ausreisen zu müssen. Hierzu muss man nur zur jeweiligen Immigration vor Ort gehen und dieses Formular ausfüllen.

Die Verlängerung verläuft meistens sehr schnell und ist in 10 Minuten bearbeitet. Teilweise kann sich die Verlängerung aber mehrere Tage hinziehen.

Verlängerst Du Dein normales Touristenvisum zum ersten Mal, so wird dieses um 29 Tage erweitert, also insgesamt auf 59 Tage Aufenthalt. Dieser Vorgang kostet etwa 3.130 PHP.

Danach muss das Visum alle 2 Monate verlängert werden (seit neustem sind auch direkt 6 Monate möglich in Manila und Cebu), wobei sich die Kosten für die Verlängerung verändern.

Hierbei wechselt der Verlängerungsbetrag jeweils von 3.000 PHP zu 4.000 PHP. Beispiel:

  1. 1
    Verlängerung: 3.000 PHP
  2. 2
    Verlängerung: 4.000 PHP
  3. 3
    Verlängerung: 3.000 PHP

usw.

Diesen Vorgang kann man nun für 3 Jahre wiederholen, nur um nach 3 Jahren einmal kurz auszureisen, damit das Spiel von vorne beginnen kann. Wobei sich die wenigsten für 3 Jahren im Inland aufhalten und ab und an wegen Urlaub oder den Familienbesuch ausreisen werden.

Wie Du siehst, ist es überhaupt kein Problem dauerhaft im Inselparadies zu leben. Es müssen lediglich für die Verlängerungen des Visums (inklusive I-Card) gesamt rund 24.000 PHP (etwa 400 Euro) pro Jahr bezahlt werden. Dies entspricht gerade mal 30 Euro im Monat.

I-Card:

Jeder, der mehr als 2 Monate im Land bleibt, muss sich eine ACR I-Card ausstellen lassen. Diese kostet jährlich 50 USD plus 500 PHP Express Lane-Gebühr. 

Ausreise: 

Wer länger als 6 Monate auf den Philippinen war, braucht für die Ausreise ein Emigration Clearance Certificate (ECC), welches man bei der Immigration erhält! Dieses kostet circa 1.200 PHP.

Wie Du siehst, kannst Du Dich ganz einfach auf den Philippinen dauerhaft aufhalten und dort eine Basis errichten. Der spannendste Teil kommt aber erst. Schließlich wollen wir als Perpetual Traveler häufig andere Länder besuchen und das beste aus den einzelnen Ländern mit der Flaggentheorie herausholen.

Schauen wir uns also unsere GoodbyeMatrix-Strategie für die Philippinen an.

Flaggentheorie Philippinen

Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe, eignen sich die Philippinen hervorragend für die Generierung von Verbrauchsrechnungen und als steuerlicher Wohnsitz.

Letzteres, weil die Philippinen das Territorialsteuersystem haben und somit nur Inlandseinkommen versteuert werden muss. So könnte man auch dauerhaft dort leben und es sich einfach gut gehen lassen.

Es ist aber gar nicht so einfach, auf den Philippinen steuerpflichtig zu werden. Dafür muss man sich länger als ein halben Jahr im Inselstaat aufhalten und zusätzlich auch noch lokal ein Business betreiben. Ein Online-Unternehmer wird auf den Philippinen wohl das beste Leben haben mit kaum Bürokratie.

Wenn wir aber dauerhaft durch die Welt reisen möchten und dabei nirgendwo steuerpflichtig werden möchten, müssen wir irgendwie an Verbrauchsrechnungen gelangen, um neue Konten eröffnen zu können oder den KYC-Prozeduren gerecht zu werden.

Die Philippinen sind eines der wenigen Länder weltweit, die noch nicht am automatischen Informationsaustausch (CRS) teilnehmen. Das Lustige am CRS ist, dass dieser sich immer nur an der angegebenen Adresse orientiert und andere Kriterien wie die Staatsbürgerschaft nicht beachtet werden.

Somit werden die Informationen von Banken bisher nur an die angegebene Adresse ausgetauscht bzw. an das Finanzamt des jeweiligen Landes in dem sich die Adresse befindet.

Was passiert, wenn man in einem Land eine Adresse hat, das nicht am CRS teilnimmt, kannst Du Dir sicher selber erklären. Die Meldung verläuft ins Leere.

Was spricht also dagegen, in einem Land wie den Philippinen ein günstiges Häuschen zu mieten und dort Internet anzumelden oder eine andere Verbrauchsrechnung zu generieren? Vielleicht hast Du ja sogar einen Bekannten auf den Philippinen, für den Du das Internet einfach bezahlen kannst, wodurch die Rechnung auf Deinen Namen ausgestellt wird?

Diese Möglichkeit hat enormes Potenzial und sollte für den professionellen Perpetual Traveler unbedingt in Betracht gezogen werden. Wir distanzieren uns hiermit ausdrücklich davon, dieses Vorgehen zu illegalen Zwecken zu nutzen oder für Steuerhinterziehung.

Eine konkrete und einfache Lösung sprechen wir in der GCE Ausgabe über die Philippinen an.

Fazit

Die Philippinen sind nicht nur wunderschön, sondern sie bieten genauso traumhafte Einwanderungs- und geniale Gestaltngsmöglichkeiten. Auch kann dieser Standort intelligent für die Diversifizierung der Flaggentheorie angewendet werden.

Wir von GoodbyeMatrix werden dieses Land fest in unserer Internationalisierungsstrategie mit einbinden und ggf. sogar als feste Basis verwenden.

Übrigens: In der Philippinen-Ausgabe des Global Citizen Explorers verraten wir Dir alle Insiderinfos, die man für eine erfolgreiche Auswanderung in das Inselparadies haben muss.

In diesem Ratgeber erfährst Du unter anderem:

  • Welches Steuersystem auf den Philippinen herrscht und wie Du es erfolgreich in Deine Auswanderungs- / Internationalisierungsstrategie einbauen kannst
  • Welche Krankenversicherungen Du auf den Philippinen nutzen kannst, um perfekt abgesichert zu sein
  • Was die größten Fallstricke im Land sind und wie Du diese vermeidest
  • Wie man im Land legal Eigentum erwerben kann und welche sichere Alternativen es gibt  
  • Mit welchen Anwälten Du Firmen, Stiftungen und Aufenthaltsgenehmigung seriös und sicher umsetzen kannst (Kontaktdaten werden genannt)

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der Vorteile des Ratgebers und steht Mitgliedern oder Käufern vollumfänglich zur Verfügung. Hier kannst Du die Ausgabe direkt freischalten >>

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Über

Sergio von Facchin

2016 bin ich aus Deutschland ausgewandert und seitdem lebe ich einen internationalen Lebensstil als Perpetual Traveler und nach den Grundsätzen der Flaggentheorie. Für Dich als Leser besuche & untersuche ich die besten Länder der Welt zum LebenGeschäfte machenzur Vermögenssicherung & für Investments.


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