5 Wege passives Einkommen durch Kryptowährungen zu verdienen

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Kryptowährungen sind eine der faszinierendsten Erfindungen im digitalen Zeitalter. Durch sie wurden zahlreiche neue Technologien möglich, die unser Leben bewusst oder unbewusst beeinflussen. Viele digitale Lösungen in der Industrie oder im Haushalt wären ohne die Blockchain nicht möglich oder hätten erhebliche Sicherheitsdefizite.

Darüber hinaus ist mit den Coins eine völlig neue Finanzwelt entstanden. Beim Wert der Kryptowährungen geht es nicht darum, einen kurzen Hype mitzunehmen. Sie bieten neue Chancen, die es zu erkennen und zu ergreifen gilt. Kryptos und die dazugehörigen Netzwerke stehen noch am Anfang einer vielversprechenden Entwicklung.

Wer in diese Entwicklung investieren will, schaut nicht auf einen Zeithorizont von ein paar Wochen. Es geht um ein Jahr, wahrscheinlich aber eher um zehn Jahre. Bei einem solchen Anlage-Horizont sind mögliche hochvolatile Schwankungen leicht zu verkraften.

Kryptos sind nicht durch eine Notenbank reguliert, wobei die Markteingriffe der Währungshüter aus der FIAT-Welt eher Manipulationen gleichen. Den Wert des digitalen Geldes bestimmt allein der freie Markt. Märkte unterliegen Stimmungen, die stark schwanken können. Langfristig wird jedoch ein nachhaltiges Konzept durchsetzen.

Insgesamt ist eine Investition in Kryptowährungen nichts anderes als eine Investition in ein Unternehmen und dessen Innovationen. Ein Beispiel ist Tesla, der E-Autobauer, welcher lange von Großinvestoren belächelt wurde. Heute ist die Firma das wertvollste Unternehmen der Branche.

Bei welchen Kryptowährungen die Kurse zukünftig am stärksten steigen, ist hypothetisch. Dass die Blockchain und die Coins noch ein großes Potenzial haben, davon sind alle Investoren überzeugt. Anders als bei Tesla, das keine Dividenden zahlt, kannst Du mit Kryptowährungen ein passives Einkommen generieren.

Durch Staking kannst Du Dein Krypto-Vermögen langsam ausbauen. Dieser Artikel soll Dir einige Möglichkeiten zeigen, wie Deine Anlage in Kryptowährungen ein passives Einkommen erwirtschaften kann. Beachte auch die Tipps und Hinweise, denn wie überall gibt es Gefahren, vor denen Du Dich schützen solltest.

Am Ende kannst Du ein Einkommen nur über Kryptowährungen generieren oder Deine bestehenden Einkommensströme damit weiter ausbauen. Durch das Einkommen und Wachstum von Kryptowährungen werden souveräne Individuen im neuen Zeitalter der Cyber-Society geboren, welche überall auf der Welt leben können.

Centralised Lending Platform

Zentralisierte Lending Plattformen sind Dienste, welche die Einlage und das Leihen von Coins ermöglichen. Die meisten Dienste bieten ein Portfolio aus vielen Kryptowährungen an, die Du hinterlegen kannst. Wissen musst Du über diese Angebote, dass Du Deine Coins technisch nicht kontrollieren kannst.

Zentralisiert bedeutet, dass diese Dienste einer regulatorischen Kontrolle unterliegen. Das Verfahren ähnelt den Kryptobörsen, zum Beispiel Coinbase. Wie bei regulierten Unternehmen üblich, musst Du einen KYC- & AML-Prozess durchlaufen.

Dies bedeutet, dass Du Dich eindeutig identifizieren musst, teilweise auch Mittelherkunft, um die Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Offizielles Ziel der Staaten ist es, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und andere Wirtschaftsstraftaten zu bekämpfen. Der Staat glaubt, dass ein Generalverdacht gegen alle Bürger eine kluge Idee ist.

Die regulierten Anbieter müssen nun einige persönliche Daten überprüfen, etwa den Namen und den Wohnort. Meist erfolgt dies heute per Video-Ident. Dein Gesicht, der Personalausweis und eine Verbraucherrechnung, sind meist die Elemente, die Du in die Webcam halten musst.

Die Daten werden mindestens fünf Jahre archiviert. Ob das in Deinem Sinne ist, musst Du selbst entscheiden. Es gibt Risiken, die weit über den Zugriff des Staates hinausgehen. Dazu später mehr.

Zentralisierte Lending Plattformen funktionieren nach einem einfachen Prinzip. Du zahlst Coins ein, die beliehen werden dürfen. Der Dienstleister verleiht die Coins und schreibt Dir dafür täglich Zinsen gut.

Das Prinzip ähnelt also auf den ersten Blick dem guten alten Sparbuch, nur dass es mehr Zinsen gibt. Damit generierst Du ein passives Einkommen, das Dein Guthaben langsam steigen lässt.

Lending Plattformen sichern die Einlagen stark ab. Wer einen Kredit aufnehmen möchte, muss mehr Sicherheiten hinterlegen als er leiht. Damit wird das Risiko eines Verlusts für den Verleiher deutlich verringert. Du kannst jederzeit über Deine Coins verfügen. Hier liegt ein großer Vorteil gegenüber Termingeldern bei Banken.

Da die Anbieter viele Coins unterstützen, kannst Du frei wählen, mit welcher Kryptowährung Du ein passives Einkommen aufbauen möchtest. Wenn Dir die Kurse zu volatil sind, kannst Du auch mit dem US-Dollar höhere Zinsen als auf einem Sparkonto erzielen. Dafür stellst Du Stablecoins wie USDT oder USDC zum Verleihen bereit.

Euro-Stablecoins sind aktuell noch nicht sehr verbreitet und nach Ansicht von Analysten wird sich daran nicht so schnell etwas ändern. Ein Beispiel ist der Stasis Euro, der es allerdings nur auf 100 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung bringt. Zum Vergleich: Der USDT, also Tether, kommt auf 65 Milliarden US-Dollar.

Stablecoins haben nochmal eigene Risiken, welche wir uns in einem gesonderten Beitrag anschauen werden.

Die Auswahl an zentralisierten Lending Plattformen ist groß und nicht jede ist hundertprozentig sicher. Wir stellen Dir die drei bekanntesten Anbieter vor.

Nexo

Die Plattform wurde vom bulgarischen Fintech Unternehmen Credissimo ins Leben gerufen und wird in der EU reguliert. Das verwaltete Vermögen liegt bei über vier Milliarden Euro und gilt als erste Wahl für Anleger in Europa. Das Unternehmen bietet Kunden individuelle Kreditlinien, Krypto-Kreditdienste und seit 2019 eine eigene Credissimo-Card an. Im Jahr 2017 gewann das Unternehmen einige Awards in der Kategorie FinTech.

Nexo bietet einen eigenen Utility-Token, der dem Nutzer einige Vorteile im Nexo-Ökosystem bietet. An die Inhaber der Coins werden 30 Prozent der Unternehmensgewinne ausgeschüttet. Wer eine Einlage tätigt, kann die Zinsen in Nexo-Token oder „Sachleistungen“ erhalten.

Letzteres ist gleichbedeutend mit der Auszahlung in der Währung, in der Du eine Einlage getätigt hast. Wenn Du Dein Guthaben vergrößern willst, wählst Du also „Sachleistungen“.

Die Höhe der Zinsen richtet sich nach der verliehenen Kryptowährungen. Die höchsten Zinsen bringen Stablecoins mit bis zu zwölf Prozent, während Ether oder Bitcoin bis zu acht Prozent bringen.

Celsius

Die Plattform wird von der US-Aufsicht SEC reguliert und funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Wer Einlagen hinterlegt erhält eine attraktive Verzinsung, während seine Coins verliehen werden. Zum System gehört der native Token CEL, der für die Aufnahme von Krediten, die Bereitstellung von Belohnungen und Zahlungen verwendet wird.

Das Celsius-Netzwerk verleiht verschiedene Kryptowährungen, welche Teilnehmer durch eine Einlage zur Verfügung stellen. Die Einlage geht in einen Lending Stake Pool, dessen Coins dann an externe Börsen verliehen werden. Die eingenommenen Zinsen werden unter den Nutzern verteilt.

Stablecoins bringen mit 10,5 Prozent die höchste Rendite, während ein Bitcoin 6,2 Prozent Zinsen bringt (die Werte können abweichen). Die Nutzung des nativen Celsius-Token ermöglicht es, etwas höhere Belohnungen zu kassieren. Celsius lässt sich vollständig mobil nutzen.

Celsius bietet noch weitere Vorteile wie ein Treueprogramm, Bonusprämien und Rabatte auf Darlehenszinsen.

BlockFi

BlockFi ist in FinTech-Unternehmen aus Delaware, USA. Es sieht sich selbst als Vermögensverwalter für Krypto-Investoren. Neben der Lending-Plattform bietet das Unternehmen den Handel mit Kryptowährungen und Kredite in US-Dollar an.

Zuletzt hatte das Unternehmen einige Schlagzeilen, weil es mehrere hundert Millionen Dollar an Investitionen eingesammelt hat. Damit soll ein weiteres rasantes Wachstum finanziert werden. Inzwischen soll BlockFi ein Vermögen von mehr als 10 Milliarden Dollar verwalten, Tendenz stark steigend. Allerdings zeigt BlockFi auch ein wenig den Nachteil einer zentralisierten Lending-Plattform.

Im Jahr 2020 kam es zu einem Angriff von Hackern, die Kundendaten gestohlen haben. Immerhin kam es zu keinen finanziellen Verlusten. Seine persönlichen Daten in den Händen von Kriminellen zu wissen, ist jedoch nicht weniger besorgniserregend.

Der maximale Zinssatz liegt bei 8 Prozent, weicht je nach Coin ab.

Für alle Plattformen gilt, dass die Zinssätze regelmäßig entsprechend der Marktsituation angepasst werden. Aktuell gibt es hohe Zinsen, was daran liegt, dass die Anbieter Anleger anlocken müssen, um die Kreditnachfrage zu bedienen. Theoretisch könnten die Zinsen irgendwann deutlich sinken.

Bedenkt man aber, dass der Krypto-Finanzmarkt gerade erst entsteht, dürfte der Bedarf an Einlagen auf absehbare Zeit hoch bleiben. Dies sollte für Anleger hohe Renditechancen versprechen.

Wie am Anfang erwähnt, sind zentralisierte Anbieter staatlich reguliert. Dies hat den Nachteil, dass Du einige hochsensible persönliche Daten offenlegen musst.

Zusätzlich kontrollierst Du Deine Einlagen nicht mehr und Gelder können auf unbestimmte Zeit eingefroren werden. Dies haben wir bereits von vielen Klienten gehört, gerade bei der Mittelherkunft kann es teilweise sehr kompliziert werden.

Möchtest Du dies nicht, ist DeFi die richtige Alternative für Dich.

DeFi Lending

Bei zentralisierten Lending Plattformen steht ein staatlich reguliertes Unternehmen zwischen den Verleihern und den Kreditnehmern. Dies ist beim DeFi Lending völlig anders. Grundlage für das Geschäft ist ein Protokoll, das aus Smart Contracts besteht.

Dies ermöglicht eine vertrauenswürdige und erlaubnislose Peer-to-Peer-Kreditaufnahme. Während bei zentralisierten Lending-Plattformen auch unternehmerische Überlegungen bei der Festlegung des Zinssatzes eine Rolle spielen, entscheidet bei DeFi der Markt. Die Zinsen legt das Protokoll nach Angebot und Nachfrage fest.

Der Vorteil von DeFi ist, dass Du selbst zu jederzeit die volle Kontrolle über den Prozess hast. Dich kann niemand daran hindern, über ein DeFi Kryptowährungen zu verleihen, Zinsen zu verdienen und so ein passives Einkommen aufzubauen. Ein lästiges KYC, bei dem Du Deine Identität nachweisen musst, gibt es bisher nicht.

Dies bedeutet allerdings auch, dass Du für Dein Geld selbst verantwortlich bist. Wenn ein Protokoll von einem Hackerangriff betroffen ist, gibt es keine Aufsichtsbehörde oder Agentur, die Dich bei einem Problem unterstützt. Bestandteil der eigenen Kontrolle über die Finanzen ist, Eigenverantwortung zu übernehmen.

Dies gilt auch für die Wahl der Blockchain, denn bei den Transaktionen können erhebliche Gebühren anfallen. Aktuell gilt Ethereum als sehr teuer. Günstiger ist die Binance Smart Chain (BSC), was allerdings auf Kosten der Dezentralität geht.

Binance ist eine zentralisierte Kryptobörse, die mit der BSC eine Blockchain für DeFi geschaffen hat. Die Blockchain läuft über Knoten von Binance, was theoretisch auch eine Abschaltung des Netzwerks ermöglicht. Zugegebenermaßen ist dieses Risiko gering. Wem aber der Sinn nach reinem DeFi steht, bekommt bei der BSC und der Kontrolle durch Binance ein paar Bauchschmerzen.

Eine dezentrale Alternative mit geringeren Gebühren und schneller Transaktionsverarbeitung ist Avalanche. Du kannst Dich sogar an unserer Avalanche Node beteiligen und passives Einkommen generieren. 

Extrem schnell und günstig ist Solana. Es gibt sehr viele Ethereum Alternativen, auch Layer 1 genannt. Eine gute Übersicht der wichtigsten Chains findest Du auf DeFi Lama

Um ein passives Einkommen über DeFi Lending zu erzielen, benötigst Du ein Web-3.0-Wallet (z.B. MetaMask), das Du mit der Kredit-DApp Deiner Wahl verbindest. Nun bist Du bereit, Zinsen zu kassieren und ein passives Einkommen mit Kryptowährungen zu erzielen. 

Die Lending-Verträge erhalten eine kontinuierliche Verzinsung, deren Ausmaß erheblich sein kann. Wie bei den zentralisierten Diensten kannst Du auch bei DeFi Deine Einlage jederzeit abheben. Es gibt keine Sperrfristen. Die Funktionsweise der DApps gestaltet sich ähnlich wie bei den zentralisierten Plattformen.

Auch hier muss die hinterlegte Sicherheit die Kreditsumme übersteigen, was dem Kreditgeber ein hohes Maß an Sicherheit gibt. Es existieren zahlreiche DApps auf dem DeFi-Markt. Auf defipulse.com siehst Du die Protokolle mit den höchsten Einlagen. 

Aave ist ein Protokoll, das auf verschiedenen Blockchains verfügbar ist, Compound nutzt Ethereum. Über den Reiter "Lending" kannst Du Dir auf DeFi Pulse die verschiedenen Zinssätze für die vom Protokoll genutzten Coins anschauen. In der Liste tauchen mitunter auch zentralisierte Plattformen auf, sei also vorsichtig.

Die aktuell beliebtesten Protokolle sind Aave und Compound. Bei beiden DApps bekommst Du auf Stablecoins höhere Zinsen als auf alle anderen Assets. Die Zinssätze variieren deutlich, wobei Compound für Tether den Anlegern am 24. August 2021 sieben Prozent Zinsen zahlte. Für Ethereum waren es dagegen nur 0,1 Prozent.

Etwas höher verzinst sind Wrapped Bitcoin (WBTC). Diese tokenisierten Coins werden im DeFi-Bereich für Bitcoin genutzt. Aber auch für diese Coins bleibt der Zins mit 0,5 % mager.

Und welches Protokoll hat die besseren Zinssätze? Durchschnittlich wird durch die Arbitragemöglichkeiten kein großer Unterschied auftauchen. So gleichen sich die Renditen bei den meisten Plattformen. Wenn sich die Kreditsätze deutlich unterscheiden, nutzen dies die Benutzer aus und die Differenz wird sich durch die veränderte Nachfrage schnell angleichen.

Der Markt ist nicht reguliert und gerade das macht ihn so effizient. Der Eintritt in diese wundervolle Welt des Geldverleihens erfolgt über ein DeFi-Wallet. Eines der gebräuchlichsten ist MetaMask

Auf jeden Fall ist die dezentralisierte Vergabe von Krediten eine ziemlich effektive Möglichkeit, ein passives Einkommen mit Kryptowährungen zu generieren und Du kannst Dir zusätzliches Geld leihen, um in vielversprechende Protokolle zu investieren oder eine Zinsarbitrage zu nutzen.

Liquidity Mining

Beim Liquidity Mining geht es darum, einem Protokoll die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Diese verwendet das Programm, um den dezentralen Tausch von Krypto-Assets zu organisieren. Du trittst hier also als Liquiditätsanbieter auf.

Dein Verdienst entsteht durch die Handelsgebühren, die ein Nutzer für den Wechsel einer Kryptowährung in eine andere bezahlen muss. Das Prinzip ähnelt den Market Makern in der zentralisierten Welt. Wer bei einem Broker Euro und US-Dollar tauschen möchte, benötigt jemanden, der bereit ist, US-Dollar für Euro zu verkaufen.

Gibt es keine Verkäufer, übernehmen diesen Part die Liquiditätsanbieter, in der zentralisierten Welt sind dies Banken oder Hedgefonds. Hierbei kann es zu Interessenkonflikten kommen. Das beste Beispiel war der Broker Robinhood, bei dem ein Hedgefonds gleichzeitig als Liquiditätsgeber und Miteigner auftrat.

In der dezentralen Finanzwelt, also im DeFi, kann jeder Nutzer den Part des Liquiditätsgebers einnehmen. Du nimmst beispielsweise USDC sowie ETH und gibst diese zu gleichen Teilen in den USDC/ETH-Pool. Dafür erhältst Du die Handelsgebühren als LP-Token. Sie entstehen, wenn ein Nutzer Coins tauscht. Die LP-Token stellen Deinen Anteil im Liquiditätspool dar.

Dieses Konzept findest Du bei vielen Automatic Market Makern (AMM). Einige bekannte Anbieter sind:

  • Uniswap
  • 1Inch
  • Sushiswap
  • Bancor

Die Höhe der Gebühren ist vom Handelsvolumen abhängig, das der Pool mit Liquidität versorgt. Viele DEX-Protokolle schaffen zusätzliche Anreize für Nutzer, die in die Liquiditätspools einzahlen. Dies erfolgt durch Belohnungstoken, die normalerweise Governance-Token sind.

Sie geben Dir einen Einfluss auf die Entscheidungen für das Kernprotokoll, das Produkt oder für neue Features. Hier hast Du ein Mitspracherecht, wenn es darum geht, wie sich Dein passives Einkommen in Zukunft gestaltet.

Bevor Du mit dem Liquiditäts Mining beginnst, solltest Du Dich mit der Gefahr des vorübergehenden oder unbeständigen Verlusts beschäftigen. Dieser Verlust entsteht durch die Änderung des Preises der Token, die Du in den Pool eingezahlt hast. Je größer die Wertänderung ist, desto größer ist der Verlust.

Ausgleichen sollen dies die Handelsgebühren. So ist es möglich, als Liquiditätsgeber dennoch Geld zu verdienen und ein passives Einkommen mit Kryptowährungen zu erzielen. Am geringsten ist die Gefahr von vorübergehenden Verlusten, wenn Du in Pools mit geringen Preisschwankungen einzahlst.

Die Höhe des unbeständigen Verlusts variiert. Bei einer Preisänderung um den Faktor 1,25 beträgt es 0,6 Prozent des Dollar-Wertes der in den Liquiditätspool eingezahlten Kryptowährungen. Ändert sich der Preis um den Faktor zwei, sind wir schon bei 5,7 und beim Faktor fünf bei 25,5 Prozent. Dabei ist es egal, in welche Richtung sich der Preis bewegt.

Zum Vergleich: Die Handelsgebühren bei Uniswap betragen 0,3 %. Bei großen Wertschwankungen wird es da auch bei einem hohen Handelsvolumen schwer, die vorübergehenden Verluste durch Handelsgebühren aufzufangen. Wenn Du Deine Kryptowährungen aus dem Pool entnimmst, werden die „vorübergehenden Verluste“ realisierte Verluste. Sei also vorsichtig!

Im Detail gehen wir auf diese Details in unserem Strategiepapier über DeFi ein.

Yield Farming

“Farming” -> Landwirtschaft – hier ist die Ernte der Ertrag. Bei DeFi gibt es die Erträge in Form von Zinsen oder Belohnungstoken. Yield Farming ist eine effektive Methode, ein passives Einkommen mit Kryptowährungen zu erzielen.

Ziel des Konzepts ist es, für Nutzer aus der Kreditvergabe und dem Liquidity Mining den maximalen Ertrag zu generieren. Es gibt Beispiele, in denen ein Gewinn mehrere hundert oder gar tausend Prozent des Einsatzes versprochen wird. Allerdings hat DeFi ein wichtiges Prinzip der zentralisierten Welt übernommen: Hohe Renditen bedeuten auch ein höheres Risiko.

Wer mit Yield Farming ein passives Einkommen generieren möchte, sollte sich auch über die Risiken im Klaren sein. Yield Farmer agieren mit komplizierten Strategien zwischen den verschiedenen Kreditmärkten, um maximale Erträge zu erwirtschaften. Um erfolgreich zu sein, musst Du einige Markterfahrungen gesammelt haben. Wer das Risiko nicht scheut, für den ist es aber auch mit die beste Möglichkeit hohes passives Einkommen als souveräner Cyber-Nomade aufzubauen.

Es gibt aber einige Protokolle, die das Yield Farming vereinfachen. Eines davon ist yearn.finance, das den Prozess automatisiert. Es ist seit über einem Jahr erfolgreich am Markt und verdankt seinen Erfolg auch seiner benutzerfreundlichen Oberfläche.

Für die Nutzung verbindest Du Dein Wallet mit dem Protokoll und stellst Liquidität zur Verfügung. Nun beginnst Du Zinsen zu verdienen, wobei Renditen von 60 Prozent Ertrag pro Jahr möglich sind. Der Haken:

Du musst dem Algorithmus vertrauen. Welcher komplexe Prozess bei yearn.finance abläuft, ist unbekannt. Wenn Du das Tool verwendest, vertraust Du den Entwicklern. Dabei gilt, dass vergangene Erträge keine Garantie für die Zukunft geben.

Neben der Bereitstellung von Kryptowährungen kannst Du auch mit tokenisierten FIAT-Währungen ein passives Einkommen erzielen.

Yearn.finance bot für den USDC in der Vergangenheit fast 20 Prozent Zinsen. Dies ist deutlich mehr, als Du auf Lending-Plattformen verdienen könntest.

Durch eine breitere Marktdynamik sinken die Erträge im Moment deutlich. Auch hier gilt, dass hohe Erträge auch Risiken beinhalten. In diesem Fall existiert ein Smart-Contract-Risiko.

Ist der Code eines Lending-Protokolls fehlerhaft, kann es zu einem Hackerangriff kommen. Wird dabei der Inhalt des Pools gestohlen, sind Deine Kryptowährungen weg. Du erleidest einen Totalverlust.

Yearn.finance bietet für dieses Risiko eine Smart-Contract-Versicherung an. Dadurch lassen sich einige Risiken absichern. Die Versicherungsgebühr reduziert natürlich Dein passives Einkommen, lässt Dich aber ruhiger schlafen.

Staking Coins

Mit Staking trägst Du nicht nur zur Sicherung eines Netzwerkes bei, sondern kannst auch eine ordentliche Belohnung erzielen. Es ist die wohl bekannteste Form, mit der Du ein passives Einkommen generieren kannst. Durch das Staken auf einer Proof-of-Stake-Blockchain hilfst Du, den dezentralen Konsens der Blockchain aufrechtzuerhalten. Ohne ihn wären die Netzwerke nicht funktionsfähig.

Das Staken kann auf verschiedene Weise erfolgen. Unterschieden wird, ob es sich um reine Proof-of-Stake- oder delegierte Proof-of-Stake-Blockchaines handelt. Bei Ersteren stellst Du Deinen Einsatz dem Netzwerk direkt zur Verfügung. Bei letzterer Variante delegierst Du Deine Coins an einen Validierungsknoten. Dies ist zum Beispiel der Fall bei unserer GoodbyeMatrix Avalanche Validator Node.

Um auf Blockchains staken zu können, müssen einige Bedingungen erfüllt sein. Dies betrifft:

  • die Unterstützung Deines Wallets
  • die Staking-Komplexität
  • die Auszahlungsbedingungen
  • Sperrfristen
  • und die Staking-Rendite.

Die unterschiedlichen Token besitzen unterschiedliche Parameter. Welche Coins Du einsetzt, solltest Du ausschließlich davon abhängig machen, wie bullisch Du für sie bist. Die Rechnung ist einfach:

Du hältst in Deinem Wallet eine Kryptowährung, von der Du eine überdurchschnittliche Wertsteigerung erwartest. Durch Staking verdienst Du zusätzlich ein passives Einkommen. Einige Coins mit guten Perspektiven sind:

Für Cardano kannst Du beispielsweise Ada an einen Staking-Pool delegieren. In der Vergangenheit brachte dies immerhin eine jährliche Rendite von bis zu sieben Prozent. Polkadot lässt sich an Nominators delegieren, wo Du zwölf Prozent Rendite erreichen kannst.

Bedenke bitte immer, dass in der Vergangenheit erzielte Gewinne eine Orientierung sein können, aber keine Garantie für die Zukunft geben. Über Avalanche- und Cosmos-Validatoren lagen die jährlichen Gewinne bei fünf bis acht Prozent. Die Links oben erklären Dir, wie das Staking bei den verschiedenen Varianten funktioniert.

Eine interessante Möglichkeit bietet sich, wenn Dein Wallet eine Hardware-Unterstützung bietet. Dann kannst Du Deine Kryptowährung kalt staken. Du sicherst Deine Coins offline und kannst Sie aber trotzdem einsetzen und ein passives Einkommen generieren.

Die andere, einfachere Möglichkeit ist der Einsatz Deiner Kryptos an einer Börse. Sie agiert dann als Validator und kümmert sich um den gesamten Staking-Vorgang. Dafür benötigst Du nur wenige Klicks.

Die Dienstleistung ist für Dich komfortabel, hat aber auch einen Preis. Setzt Du auf eine Börse, hält sie auch die Schlüssel zum Netzwerk. Du musst bedenken, dass der Einfluss einer Börse ein dezentralisiertes Netzwerk partiell zentralisiert.

Wenn Dich dies aber nicht kümmert, ist Binance ein guter Ort, um Exchange-Staking zu betreiben. Hier findest Du die größte Token- und Coin-Unterstützung. Insgesamt unterstützt die Börse gut 50 verschiedene Blockchains, die sich staken lassen.

Staking ist auf jeden Fall eine vielversprechende Möglichkeit, ein passives Einkommen mit Deinen Kryptowährungen zu erzielen.

Volle Kontrolle mit Cointracking

Cointracking ist eine Verwaltungs-App für Krypto-Portfolios. Besonders Trader mit vielen Transaktionen sollten sie sich anschauen. Nützlich ist sie für Trader in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Die Plattform besitzt eine sehr gute Krypto-Tracking-App. Die App bietet eine schnelle Marktübersicht, Du kannst Preisalarme einstellen und Deine Trading-Leistung überprüfen.

Die kostenpflichtige Hauptfunktion von Cointracking ist das Einreichen der auf Dein passives Einkommen anfallenden Steuern zu einem Kinderspiel zu machen. Dazu verbindest Du einfach alle Krypto-Wallets und tauschst die Daten über CSV oder API mit wenigen Klicks aus. Im Handumdrehen entsteht Deine Steuererklärung.

Betrügereien durch Ponzi-Systeme

Ponzi-Systeme sind in der Kryptowelt weit verbreitet. Sie versprechen ein passives Einkommen mit hohen Renditen. Jede Woche kommen neue Pyramiden- und Ponzi-Systeme hinzu.

Ein wichtiges Erkennungsmerkmal sind ihre unrealistischen Renditeversprechen. Sie sind auch in anderen Bereichen unseres Lebens anzutreffen. Im Wesentlichen gibt es im Kryptoraum drei Konzepte.

Das erste Konzept sind Anlageprogramme, bei denen der Initiator seine angeblich große Erfahrung zur Verfügung stellt und für Dich handelt. Du erhältst dafür eine stetige Rendite, je nach Handelsgeschick.

Eines dieser Systeme war AMFEIX, das schon im Juli 2020 in die Schlagzeilen geriet. Damals wurden viele Auszahlungsanträge nicht durchgeführt. AMFEIX ist immer noch am Markt und zeigt sich als schwer durchschaubare Konstruktion, die hohe Renditen verspricht. 

Auffällig ist, dass Werber von neuen Kunden einen Teil der Rendite erhalten. Dies ist eines der Merkmale eines Ponzi-Systems. Sicher ist, dass es sich bei diesem Projekt nicht um DeFi handelt.

Du gibst die Kontrolle über Deine Coins ab und musst das Beste hoffen. Das Unternehmen sitzt in Großbritannien und wird von der Finanzaufsicht FCA nicht reguliert.

Mirror Trading International war ein südafrikanisches Krypto-Unternehmen, das im Juni liquidiert wurde. Das Unternehmen hatte zwischenzeitlich 260.000 Mitglieder auf der ganzen Welt und verwaltete rund 23.000 BTC. In diesem Fall ermittelt auch das FBI.

Konzept Nummer zwei sind sogenannte Cloud-Mining-Programme, bei denen Du eine bestimmte Menge Hash-Power oder Hash-Rate kaufst. Dafür erhältst Du regelmäßig eine Belohnung. In der Regel funktioniert dies, solange sich genug neue Opfer finden lassen, die mit ihren Einzahlungen das System am Laufen halten. 

Zu großer Bekanntheit brachte es das Bitclub-Netzwerk. Die Betrüger kassierten über 700 Millionen US-Dollar. Ob sie jemals im Mining aktiv waren, ist unwahrscheinlich. Der Betrug lief immerhin fünf Jahre. 

Außerdem gibt es Lending-Plattformen, auf denen Du Zinsen verdienst. Diese stammen angeblich von denen, die sich Geld leihen. Der größte Betrug aller Zeiten betraf ein chinesisches P2P-Lending-Unternehmen namens Ezubao. Es hat Werte in Höhe von über 7,7 Milliarden US-Dollar gestohlen.

Die meisten Ponzi-Systeme nutzen die Werbemöglichkeiten auf vertrauenswürdigen Websites oder in sozialen Netzwerken. Dazu kaufen sie Anzeigen bei Google und Facebook.

Das Problem ist, dass Ponzi-Systeme immer eine Weile funktionieren. So können die Betrüger mit authentischen Beispielen für sich werben. Solange es genug neue Investoren gibt, können sie Initiatoren die hohen Renditeversprechen halten. Ponzi-Systeme können jahrelang laufen, ehe sie zusammenbrechen.

Wie erkennst Du ein Ponzi-System?

Es gibt einige sichtbare Anzeichen, die auf Betrug hindeuten. Wenn die Renditen deutlich höher sind als auf dem sonstigen Markt, solltest Du skeptisch werden. Vergleiche das Angebot einfach mit bekannten Kredit- oder Staking-Raten.

Bietet Dir jemand einen deutlich höheren Zins als üblich, solltest Du zunächst fragen, woher dieser Zins kommt. Logisch wäre nur, dass Kreditnehmer bereit sind, utopische Kreditzinsen zu zahlen. Es stellt sich die Frage, warum das jemand tun sollte.

Ein weiteres Zeichen für Betrug ist, wenn es sich um ein abgestuftes Provisionssystem für Empfehlungen oder MLM handelt. Hier geht es darum, neues Geld zu generieren, um die alten Forderungen zu begleichen. Die empfohlenen Personen garantieren Deine Rendite.

Wer investiert weiß, dass es keine Garantien beim Investieren gibt. Wenn es nicht mehr genug neue Einzahler gibt, kollabiert das System.

Bewahre Dir immer eine gesunde Portion Skepsis und recherchiere ein wenig selbst. So kannst Du Dich recht einfach vor Betrug schützen.

Zusammenfassung

Viele Leute preisen als gute Form der Krypto-Investitionen “Hodling” “langfristiges Halten ohne zu Verkaufen” an und das ist auch richtig. Hodling ist eine effektive Methode um langfristig von den Preissteigerungen zu profitieren und die Volatilität zu überstehen. Allerdings sind Coins, die im Wallet liegen, totes Kapital.

Es spricht wenig dagegen, das Geld zu verwenden, um zusätzliche Coins zu verdienen und so ein passives Einkommen aufzubauen. Wenn Du unerfahren bist, eignet sich für den Start eine zentralisierte Lending-Plattform wie BlockFi, Celsius oder Nexo.

Möchtest Du das Geschehen selbst in der Hand behalten, verwendest Du DeFi-Lending-Protokolle. Bedenke aber, dass dann alle Verantwortung bei Dir liegt.

Bist Du etwas risikofreudiger, sind Liquidity Mining oder Yield Farming Optionen um ein passives Einkommen zu erzielen. Berücksichtige dabei, dass diese Möglichkeiten ein höheres Verlustrisiko in sich bergen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Staken, bei dem Du nicht nur stattliche Renditen erhältst. Du nimmst hier auch an einer breiteren Dezentralisierung der Finanzwelt teil.

Dabei bist Du herzlich eingeladen an unserer eigenen Lösung, der “GoodbyeMatrix Avalanche Community Node”, teilzunehmen. Lese Dich aber vorher in das Avalanche Projekt ein, um für Dich zu bewerten ob es Dir eine Investition wert ist.

Hüte Dich unbedingt vor den märchenhaften Versprechungen von Ponzi-Systemen. Es gibt täglich neue traumhafte Renditeversprechen. Falle nicht auf sie herein!

Wenn Du ganz neu in der Welt der Kryptowährungen bist, dann kann ich Dir unseren Videokurs für Einsteiger empfehlen. Weitere spannende Informationen bekommst Du in unserem Vortrag >>


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Sergio von Facchin

2016 bin ich aus Deutschland ausgewandert und seitdem lebe ich einen internationalen Lebensstil als Perpetual Traveler und nach den Grundsätzen der Flaggentheorie. Für Dich als Leser besuche & untersuche ich die besten Länder der Welt zum LebenGeschäfte machenzur Vermögenssicherung & für Investments.


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